Bachelorarbeit „Polyvalenz“
Polyvalenz meint Vieldeutigkeit: einen Raum, der sich auf mehrere Arten lesen und nutzen lässt, und der diese Offenheit auch aus wiederverwendeten Strukturen beziehen kann. Als Materiallager dient ein stillgelegtes STEAG-Kraftwerk. Aus einem vor Ort erstellten Bauteilkatalog und den Richtlinien des standardisierten Kraftwerkbaus entsteht ein polyvalenter Raum im Bestand.
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Thema
Polyvalenz beschreibt Vieldeutigkeit. Sie kann räumlich gemeint sein, als Raum, der mehrere Lesarten und Nutzungen zulässt, und sie kann sich in wiederverwendeten Strukturen zeigen, die ihre frühere Bedeutung mitbringen. Die Arbeit sucht beides zugleich: einen polyvalenten Raum, der aus polyvalentem Material entsteht.
Materiallager
Als Quelle haben wir eigenständig ein stillgelegtes STEAG-Kraftwerk gewählt. In einer Studie vor Ort haben wir die einzelnen Bauteile dokumentiert und zu einem Katalog zusammengestellt: Profile, Träger, Platten und Fassadenteile mit ihren Maßen und Mengen.
Konzept
Aus diesem Katalog und einigen Richtlinien des standardisierten Kraftwerkbaus hat sich das Konzept entwickelt. Der Entwurf fügt die vorhandenen Elemente neu zusammen und formt daraus einen Raum, der sich nicht auf eine einzelne Nutzung festlegt.
Modul P2 und Bachelorarbeit
Grundlage ist das Projekt P2 im sechsten Bachelorsemester, ein interdisziplinäres Entwurfsmodul des Lehrstuhls Baukonstruktion in Zusammenarbeit mit den Lehrstühlen Massivbau und Stahlbau. Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens bearbeiten darin gemeinsam eine Hochbauaufgabe und stimmen Entwurf, Tragwerk und Konstruktion vom städtebaulichen Ansatz bis zur Werkplanung aufeinander ab; geprüft wird der Tragwerksentwurf mit Kolloquium. Die Bachelorarbeit baut unmittelbar darauf auf und führt den Entwurf als eigenständige, vollständige Ausarbeitung zu Ende.